Sanddüne – das Bild von PGfakt
Open-Source-
Warenwirtschafts-
system
→ jetzt minifakt
PGfakt wird nicht mehr weiterentwickelt. Die letzte Version stammt vom 2. August 2020. Nachfolger für Freiberufler, kleine Betriebe und Privatleute ist minifakt.

Von PGfakt zu minifakt

PGfakt war viele Jahre die freie Warenwirtschaft auf PostgreSQL – entstanden bei der Ralf Burger AG. Ralf Burger hat sich inzwischen aus der AG zurückgezogen und arbeitet als Freiberufler – mit ganz anderen Anforderungen als ein Systemhaus. Daraus ist minifakt entstanden: Rechnungen, Kontoauszüge und die Zahlen fürs Finanzamt, direkt im Browser – ohne Server, ohne Datenbank, ohne Anmeldung.

minifakt: links die Eingabe der Rechnung, rechts das fertige A4-Blatt
minifakt: Eingabe links, fertige Rechnung rechts.

Was sich ändert

  • Anfang der 2000er: PGfakt entsteht Warenwirtschaft als Internetanwendung auf PostgreSQL, von Cornelia Boenigk und Ralf Burger, veröffentlicht unter der GPL. Ab Version 4.0 mit B2B- und Demo-Shop.
  • 2014: Version für PostgreSQL 9 und Tomcat 7 Als WAR-Datei mit und ohne Demodaten.
  • 2. August 2020: letzte Version Für PostgreSQL 10 und Tomcat 9 („Corona-Edition“). Danach keine Weiterentwicklung mehr.
  • Oktober 2026: minifakt 1.0 freigegeben Neu geschrieben für Freiberufler, kleine Betriebe und Privatleute, unter der GPL-3.0.
  • Ab jetzt: PGfakt ins Archiv Die Downloads bleiben erreichbar, es gibt aber keine Korrekturen und keine Sicherheitsupdates mehr. Neue Arbeit fließt nur noch in minifakt.

Warum ein neues Programm?

Logo Ralf Burger AG – Linux-Systemhaus

PGfakt stammt aus der Ralf Burger AG, Linux-Systemhaus und Softwareentwicklung. Ralf Burger hat sich aus der AG zurückgezogen; damit endet auch die Weiterentwicklung von PGfakt. minifakt ist sein neues Projekt als Freiberufler.

PGfakt wurde für Betriebe mit Lager, Artikelstamm, Shop und mehreren Arbeitsplätzen gebaut. Dafür braucht es einen Server mit PostgreSQL und Tomcat – und jemanden, der ihn pflegt. Für einen Freiberufler oder einen kleinen Handwerksbetrieb ist das zu viel.

Gleichzeitig sind neue Pflichten dazugekommen, die PGfakt nicht kennt: E-Rechnungen nach EN 16931 (XRechnung, ZUGFeRD), die Umsatzsteuer-Voranmeldung und die EÜR. minifakt setzt genau dort an und lässt weg, was ein kleiner Betrieb nicht braucht.

PGfakt und minifakt im Vergleich

PGfakt (Archiv)minifakt
Gedacht fürkleine und mittlere Unternehmen mit Warenwirtschaft Freiberufler, Kleinunternehmer, Handwerker, Privatleute
Läuft aufeigener Server: PostgreSQL + Tomcat (Java) jedem aktuellen Browser, eine einzige HTML-Datei
Daten liegenin der PostgreSQL-Datenbank auf dem eigenen Gerät, Sicherung auf Wunsch verschlüsselt
Rechnungen, Angebote, Mahnungenjaja, fortlaufend nummeriert und festgeschrieben
E-Rechnung (XRechnung, ZUGFeRD)neinschreiben und lesen
Kontoauszüge einlesenneinBank-CSV und PDF einlesen, Zahlungen zuordnen
UStVA, EÜRneinKennzahlen fürs Formular
Haushaltsbuch, Steuerlisteneinja, für Privat-Mandanten
Lager, Bestellungen, Lieferscheinejanein
Webshop (B2B/B2C)janein
Mehrere Arbeitsplätze gleichzeitigjanein
Weiterentwicklungeingestellt (2020)laufend
LizenzGPLGPL-3.0-or-later

Für wen passt was?

Freiberufler und kleine Betriebe

Rechnungen schreiben, Zahlungen im Blick, Zahlen für Umsatzsteuer und EÜR: minifakt ist der Nachfolger.

minifakt öffnen

Privatleute

Konten einlesen, Haushaltsbuch, Vermögen und eine Steuerliste fürs Jahr: minifakt mit einem Privat-Mandanten.

Was minifakt kann

Betriebe mit Lager oder Shop

minifakt ist keine Warenwirtschaft. Wer Lager, Shop oder mehrere Arbeitsplätze braucht, sollte auf ein gepflegtes Warenwirtschaftssystem umsteigen. PGfakt bleibt im Archiv verfügbar, wird aber nicht mehr gepflegt.

Umstieg in fünf Schritten

  1. minifakt ausprobieren. rbag.eu/minifakt öffnen. Zum Testen gibt es Beispieldaten (unter „Externes“), die eigenen Daten bleiben unberührt.
  2. Mandant anlegen. Briefkopf, Bankverbindung, Steuernummer und Logo eintragen. Den Nummernkreis (unter Service) so einstellen, dass er an die letzte Rechnungsnummer aus PGfakt anschließt.
  3. Artikel übernehmen. Die Artikel aus PGfakt als CSV ausgeben und in minifakt unter Stammdaten → Katalog mit „CSV einlesen …“ übernehmen (Beispiel unten).
  4. Kunden anlegen. Im Moment werden Kunden in minifakt noch von Hand angelegt. Das Einlesen von Kunden aus CSV- und PDF-Dateien ist geplant.
  5. PGfakt-Daten aufbewahren. Die alte Datenbank mit pg_dump sichern und die Rechnungen als PDF ablegen. Rechnungen und Bücher unterliegen gesetzlichen Aufbewahrungsfristen – die Sicherung also nicht löschen.

Beispiel: Artikel aus PGfakt als CSV (in psql, MANDANT ersetzen; Spalten bitte am eigenen Bestand prüfen)

\copy (SELECT artnr AS "Nr.", artbez AS "Bezeichnung",
              trunc(vpreis, 2) AS "Preis"
         FROM pgf_artikel
        WHERE man = 'MANDANT' AND active = '1'
        ORDER BY artnr)
   TO 'katalog.csv' WITH (FORMAT csv, HEADER, DELIMITER ';')

Häufige Fragen

Läuft meine PGfakt-Installation weiter?

Ja. An bestehenden Installationen ändert sich nichts. Es gibt aber keine Fehlerkorrekturen und keine Sicherheitsupdates mehr. PGfakt sollte deshalb nicht offen im Internet erreichbar sein.

Kann minifakt meine PGfakt-Datenbank lesen?

Nein. minifakt hat keine Datenbank und keinen Server. Artikel lassen sich per CSV übernehmen; das Einlesen von Kunden aus CSV- und PDF-Dateien ist geplant. Alles andere wird neu angelegt.

Wird minifakt mehrplatzfähig oder bekommt es eine Datenbank?

Dazu gibt es bisher nur Überlegungen, nichts ist beschlossen: Theoretische Überlegungen zu möglichen Plänen – minifakt und PGfakt.

Was kostet minifakt?

Nichts. minifakt ist freie Software unter der GPL-3.0, ohne Abo und ohne Konto.

Wo liegen meine Daten?

Nur auf dem eigenen Gerät, im Browser. minifakt lädt nichts hoch und setzt keine Cookies. Sicherungen speichern Sie selbst, auf Wunsch mit Passwort verschlüsselt.

Gibt es PGfakt noch zum Herunterladen?

Ja, im PGfakt-Archiv. Die bisherigen Download-Adressen bleiben gültig.